Das Lied des Kolibris

Das Lied des Kolibris

Ana Veloso
Das Lied des Kolibris

Diesmal entführt uns die Autorin nach Brasilien, 1763.
Eine junge Haussklavin Lua ist der Mittelpunkt der außergewöhnlichen Geschichte um Liebe, Freiheit und was es heißt ein Sklave zu sein.
Jeder größere Hausstand hatte damals einen oder mehrere Sklaven. Je mehr Sklaven, desto reicher der Hausherr. Sie wurde teilweise wie Vieh oder schlechter behandelt, aber manchmal führten sie kein schlechtes Leben, wenn man davon absah, dass sie keinen freien Willen besaßen. Freigelassene Sklaven waren eine Seltenheit, entlaufende Sklaven waren entweder Dummköpfe, wenn sie geschnappt wurden, oder Helden, wenn sie es geschafft hatten.

Lua war eigentlich mit ihrem Leben, dass sie bisher kannte relativ zufrieden. Sie diente der Tochter des Hausherren, diese machte ihr ab und zu nette, aber völlig nutzlose Geschenke, das Leben ging seinen Gang und sie träumte vor sich hin. Bis Zè auftaucht. Ein gut aussehender Rebell. Lua ist hin und weg von ihm und auch er ist ihr sehr zugetan, doch seine Gedanken sagen ihr weniger zu, will er doch fliehen und in Freiheit leben.
Doch Lua will davon nichts wissen, für sie ist es schon rebellisch genug, dass sie lesen und schreiben kann. Und dieses Geheimnis hütet sie wie ihren Augapfel. Doch die alte Sklavin Kasinda weiß es und besteht darauf, dass Lua ihre Lebensgeschichte aufschreibt und was sie da zu hören bekommt übersteigt all ihr Vorstellungen.

Die Autorin steht für blumige Prosa, ausführliche Schilderungen und mittendrin eine herzzerreißende Liebesgeschichte. Sie schafft es immer wieder den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit mitzunehmen.

Über die Autorin:
Ana Veloso, 1964 geboren, ist Romanistin und lebte viele Jahre in Rio de Janeiro. Bereits ihr erster Roman, „Der Duft der Kaffeeblüte“, war ein großer Erfolg, ebenso „So weit der Wind uns trägt“. Ana Veloso lebt als Journalistin und Autorin in Hamburg.

Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 1.Dezember 2011
Hardcover, 528 Seiten
ISBN: 978-3-426-66334-9

Elisabeth Schlemmer

Kommentare sind geschlossen.

Erstelle eine Website oder ein Blog auf WordPress.com

Nach oben ↑