Madame ist willig, doch das Fleisch bleibt zäh
Wie ich in Paris kochen lernte, ohne dabei jemanden umzubringen
Sigrid Neudecker
Sigrid Neudecker übersiedelt mit Ihrem Mann nach Paris. Während er bereits ein talentierter und erprobter Koch ist, geht ihre Kocherfahrung nicht weit über die Zubereitung von Schokopudding hinaus. Das kann im Land der haute cuisine natürlich nicht so weiter gehen. Nach einem Dessertunfall, bei dem eine Biskuittroualade zu einer Biskuittbombe mutierte, fällt der Entschluß sich näher mit der Zubereitung der in Paris erhätlichen Köstlichkeiten zu beschäftigen. Un davon gibt es auf den Märkten von Paris zahlreiche. Die Schwärmerein über die Käse- und Fischspezialitäten lassen der Leserin das Wasser im Mund zusammenlaufen. Doch die edlen Rohstoffe müssen erst noch zubereitet werden…
In amüsanter und ausführlicher Weise schildert Frau Neudecker dabei ihre Kochversuche und die dabei passierenden zahlreichen Pannen. Schon die Besorgung der Lebensmittel stellt sie manchmal vor eine große Herausforderung. Da die fanzösiche Bezeichnung für „Tafelspitz“ oder „Wadschunken“ (fürs perfekte Gulasch) nicht leicht zu finden ist, oder es manchmal mehre dafür gibt, muss sie beim Fleischer schon teilweise an sich selbst beschreiben welchen Teil des Tieres sie nun gern hätte.
Nach zahlreichen Fehlversuchen meistert sie jedoch auch Boeuf bourguignon und Tafelspitz, und lernt von Gérard Depardieu das perfekte Ratatouille zu kochen.
Nebenbei schildert sie auch noch Annektoten aus dem Pariser Alltag – wie viel zu spät man zu Einladungen kommen muss, wie viele Begrüßungsküsse zu verteilen sind, und wie man am erfoglreichsten mit französichen Handwerkern umgeht.
Sehr amüsant!
Über die Autorin:
Sigrid Neudecker ist zwar gebürtige Österreicherin, doch statt Kaiserschmarrn und Tafelspitz brachte ihre Mutter ihr nur den Umgang mit der Bohrmaschine bei. Wenn sie nicht gerade ihre Küche in Schutt und Asche legt, schreibt sie für Die Zeit und Zeit-Online.
Details zum Buch: