Stachelbeerjahre
Deutschland nach dem Krieg, ein Dorf, drei Generationen unter einem Dach. Frieden? Mitnichten! Es knallt ordentlich in Mariannes Familie, wo Großeltern, Mutter und Schwester nur eines verbindet: ungelebte Träume. Einzig Marianne, die Kluge, Bildungshungrige, scheint ihre Chancen realistisch genug einzuschätzen. Doch eines Tages platzt Enzo in dieses Leben, der erste Gastarbeiter im Dorf. Attraktiv, voller Lebensfreude, heißblütig. Und die Frauen in Mariannes Familie verlieren eine nach der anderen den Kopf.
Wie war das Leben nach dem 2. Weltkrieg? Diese Frage wird mit der Geschichte von Mariannes Familie beantwortet. Sie hat natürlich nicht für alle Familien in dieser Zeit Gültigkeit, aber mit diesem Roman wir ein kleines Fenster geöffnet, wie es damals war. Die gute alte Zeit, in der nicht alles gut war und in der es auch viele Probleme gegeben hat, die es jetzt noch immer gibt. Nur damals hatte man eine andere Lösung dafür. Die Geschichte wird aus Sicht von Marianne erzählt, wie es war, wenn man blitzgescheit ist, aber der Familie die Mittel fehlen für Bücher. Wie es war, wenn die Neubauten für Flüchtlinge gemacht werden und man selber nichts hat. Wie es war, wenn ein leer stehendes Zimmer vermietet wird, um zusätzliches Einkommen zum Überleben hat. Es ist auf jeden Fall interessant zu lesen und es ist auf jeden Fall ein Buch, das nicht nur junge Leser anspricht.
Über den Autor:
Inge Barth-Grözinger, Jahrgang 1950, wurde in Bad Wildbad im Schwarzwald geboren. Seit 25 Jahren unterrichtet sie am Peutinger-Gymnasium in Ellwangen die Fächer Deutsch und Geschichte.
Details zum Buch:
Gebunden 352 Seiten
Ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-522-20081-3
Thienemann Verlag
Christina Burget
