Tagsüber dieses strahlende Blau
Stefan Mühldorfer
„Ich heiße Robert Ames und bin siebenunddreißig. Meine Frau sagt, ich sehe jünger aus. Ich weiß nicht, ob das überhaupt eine Rolle spielt. Früher war mir mein Alter egal, jedenfalls war es nicht mehr als eine einfache Antwort auf eine einfache Frage. (…) Sie ist im Grunde die Frage danach, wo man im Augenblick steht.“
So beginnt der Roman von Stefan Mühldorfer und damit ist auch schon gesagt, worum es darin geht. Der Ich-Erzähler verläßt morgens sein Haus und macht sich auf zur Arbeit – er ist Versicherungsvertreter. Bis zum Ende des Buches werden jedoch seine täglichen Routinen und Gewissheiten, die sein Leben auszumachen scheinen, radikal in Frage gestellt.
Im Buch gibt es viele Rückblenden, Gedankensprünge und Assoziationen. Durch diesen Erzählstil hat man das Gefühl direkt an den Gedankengängen des Protagonisten teilzuhaben. Das fand ich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Ansonsten eine nette Lektüre.
Über den Autor:
Stefan Mühldorfer wurde 1962 geboren. Nach seinem Studium der Neueren Deutschen Literatur und einem Aufbaustudium in Public Relations war er als Redakteur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie freiberuflich als Filmredakteur und in der PR-Beratung tätig. Stefan Mühldorfer lebt in München.
Details zum Buch:
dtv, April 2011
Softcover, 240 Seiten
ISBN: 978-3-423-13964-9
€ 9,20
Marlies Presser