Buch des Monats – April

Mein Buch des Monats:

Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen 
von Helen Jukes

Die vollständige Rezension findet ihr hier 

Die Biene ist ein „heißes“ Thema, gerade in den letzten Jahren, wird wegen, für und gegen sie diskutiert. Die Bauer können ohne Schädlingsbekämpfungsmittel nicht mehr die Erträge erwirtschaften, die sie zum Überleben brauchen, die Bienen sterben aber gerade wegen dieser Mittel aus. Wieso den Bienen nicht in der Stadt ein neues zu Hause bieten? Wenn die Bienen in London leben können, können sie es ja auch in Wien, Linz, Graz…. ?
Das Wollen ist angesagt und die Autorin hat mit ihrem Bienenstock einen Beitrag geleitest. Sie erzählt in diesem Buch anschaulich, wie sie Imkerin wurde, was sie so an den Bienen fasziniert, welches Hintergrundwissen sie sich angeeignet hat und welche Geschichte die Biene und der Bienenstock eigentlich hat, und wie viel Mut es erfordert für einen Bienenstock verantwortlich zu sein. Und für den Endkonsumenten interessant, wie viel Arbeit es einen Bienenstock kostet, um ein Glas Honig voll zu bekommen!

Dieses Buch wurde auch deswegen als mein Buch des Monats ausgewählt, weil die Autorin hier nur ihre Geschichte erzählt – ohne anzuklagen.

In diesem Sinne, denkt an die Bienen, wenn ihr jetzt im Frühjahr Blumen aussät und vielleicht blättert in der Zwischenzeit in diesem Buch 😉

Eure Elisabeth.

Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen

Helen Jukes
Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen
Über das Jahr, in dem ich Imkerin wurde

Aus dem Englischen von Sofia Blind

Die Biene ist eines der Tiere, die entscheidend für unser Ökosystem sind und trotzdem vernichten wir ihren Lebensraum.
Die Autorin ist in London zu Hause und sieht dort einen Imker, der seine Bienenstöcke mitten in der Stadt aufstellt. Bienen können fast überall leben, sie brauchen nur Nahrung. Die Idee lässt Helen nicht los, sie lernt von ihm das Imkerhandwerk, welches sie aber erst später, als sie in eine andere Stadt gezogen ist, alleine anwendet.
Zuerst ist sie skeptisch, ob ihr kleiner Hinterhof, auch Garten genannt, für die Bienen ausreicht. Aber dann sieht sie den Bienenstock immer öfter vor ihrem inneren Auge und als sie sich entschließt einen Bienenstock anzuschaffen, bekommt sie ihn von ihren Freunden geschenkt. Ihre Bienen kommen!

Die Autorin hat mit diesem Buch einen weiteren Meilenstein gesetzt um der Biene, die ein so wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems ist, eine Stimme zu verleihen.  Bienen selbst können nicht aufschreien, wenn ihr Lebensraum zerstört wird, wir können es aber. Und was mir hier besonders gut gefällt, die Autorin zeigt nicht nur mit erhobenen Finger auf uns, sie lebt vor, wie wir den Bienen ein zu Hause bieten können.

Über die Autorin:
Helen Jukes, geboren 1984, studierte Psychologie. Sie schreibt u. a. für BBC Wildlife, Junket und LITRO und arbeitet als Tutorin für das Creative-Writing-Programm der Universität Oxford. Zudem engagiert sie sich in gemeinnützigen Organisationen wie Free Word oder Crisis. Sie lebt in Wales und ist Mitbegründerin des Bee Friendly Trusts, einer Londoner Initiative, die sich für den Schutz der Bienen einsetzt. http://www.helenjukes.com

Verlag: Dumont
Originalverlag: Scribner, New York 2018,
Originaltitel: ›A Honeybee Heart Has Five Openings‹
Erscheinungsdatum: 8. Oktober 2018
Gebunden Ausgabe, 304 Seiten, mit Lesezeichen
ISBN: 978-3-8321-8363-9
UVP: € 22,-

Elisabeth Schlemmer