Als die Tage nach Zimt schmeckten

Donia Bijan
Als die Tage nach Zimt schmeckten

Originaltitel: Last Days of Café Leila
Aus dem Englischen übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg

Zod hat seine Kinder fort aus Teheran geschickt, fort vom Tod der Mutter, fort von den politischen Kämpfen und unsicheren Lage. Sie sollen ein sicheres Leben haben, ohne darüber nachdenken zu müssen, wann die nächste Patrouille auftauchen wird und einem alles nehmen wird, was man liebt.  In Amerika finden sie ein neues zu Hause bei Verwandten. Und doch, die Sehnsucht nach ihnen bleibt Tag für Tag.
Seine Tochter Noor hat Eheprobleme und kehrt mit ihrer Tochter für einige Zeit in die Heimat zurück. Auch weil es ihrem Vater nicht gut geht. Aber eigentlich braucht sie ihren Vater mehr als er sie. Noor ist nicht mehr sie selbst. Sie muss sich hier wieder finden und lernen eine Mutter für ihre Tochter zu sein.

Dieses Buch ist eine Summe aus Liebe, Kochen, Fühlen und Sein. Man merkt, dass die Autorin Köchin ist, sie beschreibt das Kochen als eine Symphonie von Geschmäckern, man kann die Gerüche teilweise riechen, die Speisen schmecken, man sitzt in der Küche vom Café Leila und schnippelt am Gemüse mit. Man ist ein Teil der Familie. Absolutes Lesevergnügen!
Hinweis: Nicht hungrig lesen! 😉

Über die Autorin:
Donia Bijan lebt in San Francisco und arbeitet als Köchin und Autorin. Sie studierte an der UC Berkeley und leitet seit zehn Jahren ihr eigenes Restaurant.

Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 6. Juli 2018
Taschenbuch, Klappbroschur, 384 Seiten
ISBN: 9783548290393
UVP: € 11,40

Elisabeth Schlemmer

Sofia trägt immer schwarz

Paolo Cognetti
Sofia trägt immer schwarz

Aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt

Originaltitel: Sofia si veste sempre di nero

Sofia hat eine depressive Mutter und einen Vater, der fremd geht. Mit zehn Jahren fängt die Revolte an. Sie rasiert sich die Haare ab, läuft von zu Hause fort, fängt an zu rauchen, landet mit sechzehn schließlich in der Klinik.
Sofias Tante Marta nimmt sich schließlich ihrer an und versucht aus dem frechen Gör, ein Mädchen mit Perspektiven zu schaffen. Sie war einst eine Partisanenkämpferin, sie hat Durchhaltevermögen und kennt sich mit Niederlagen aus. Sofia ist jetzt ihr neuer Kampf. Doch ob und wer als Sieger hervorgeht, kann Marta nicht sagen.

Der Autor liefert hier eine einfühlsame und gleichzeitig aber tragische Geschichte ab. Sofia ist ein Paradebeispiel für Mädchen, die nicht wissen, wohin sie gehören. In jungen Jahren bereits lebensmüde sind, und vor allem keinen Ankerpunkt im Leben haben. Und dadurch eine Rastlosigkeit an den Tag legen.
Den Ausschlag geben dann immer die Personen, die sich um diese Mädchen kümmern. Ob sie auch bei Zurückweisungen die Liebe aufrechterhalten können, bei schmerzenden Worten, ruhig bleiben können oder bei Flucht, nach wie vor eine offene Tür bereithalten.

Über den Autor:
Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt die Sommermonate am liebsten in seiner Hütte im Aostatal auf 2000 Metern Höhe. Er hat Mathematik studiert, einen Abschluss an der Filmhochschule gemacht und Dokumentarfilme produziert, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Auf Italienisch sind von ihm schon Erzählbände und zwei Romane veröffentlicht worden. »Acht Berge« erhielt u.a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega, erscheint in 40 Ländern und hat sich weltweit rund 700.000 mal verkauft.

Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 24. September 2018
Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten
ISBN: 978-3-328-60027-5
UVP: € 18,50

Elisabeth Schlemmer

Tod in der Kaisergruft

Beate Maxian
Tod in der Kaisergruft

Ein Wien-Krimi
Die Sarah-Pauli-Reihe 8

Diesmal hat es die Journalistin, Sarah Pauli vom Wiener Boten, mit einem mysteriösen Todesfall in der Kaisergruft zu tun.
Der Täter erschießt ohne erkennbaren Grund zwei Menschen. Ein Mordopfer ist eine berühmte Modeschöpferin, die seit ihrer Scheidung, wesentlich jüngere Männer bevorzugt hat. Hatte sie etwa eine Beziehung zu dem jungen Todesschützen? Hier kommt die feine Schnüffelnase von Sarah zum Zug. Mit untrüglichem Gespür geht sie der Sache nach, deckt die Geschichte hinter der offiziellen Story auf und zeigt der Polizei wieder einmal, dass auch eine Journalistin aussagekräftige Beweise sammeln kann und nicht nur mit Vermutungen hausieren geht.
Auch privat geht es im Leben von Sarah rund, ihr Freund David macht ihr den Vorschlag zu ihm zu ziehen, aber wie kann sie ihren Bruder alleine lassen?

Sarah Pauli hat wieder viel zu tun im hitzegeplagten Wien und führt uns Leser durch eine spannende Geschichte. Die Autorin hat auch im 8. Fall nicht nachgelassen, und liefert frische Ideen und gerade für Ortskundige ist ein Krimi in der eigenen Stadt umso aufregender, weil man sich die einzelnen Tatorte und Umgebungen noch besser vorstellen kann.

Über die Autorin:
Die Österreicherin Beate Maxian wurde in München geboren und verbrachte ihre Jugend u.a. in Bayern und im arabischen Raum. Heute lebt sie mit ihrer Familie abwechselnd in Oberösterreich und Wien und arbeitet neben dem Schreiben als Moderatorin und Journalistin sowie als Dozentin an der Talenteakademie. Ihre in Wien angesiedelten Krimis um die Journalistin Sarah Pauli haben eine treue Leserschaft erobert und sind Bestseller in Österreich. Des Weiteren ist Beate Maxian die Initiatorin und Organisatorin des ersten österreichischen Krimifestivals: Krimi-Literatur-Festival.at

Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 19. März 2018
Taschenbuch, Klappenbroschur, 352 Seiten,
ISBN: 978-3-442-48472-0
UVP: € 10,30

Elisabeth Schlemmer

Wir sehen dich

Stephanie Marland
Wir sehen dich
Deutsch von Christine Blum

Clementine Stark führt ihr Leben mehr online als in der realen Welt. Sie meidet soziale Kontakte wo es geht. Ihre eigene Vergangenheit legt ihr hier einen Riegel vor. Sie tritt Gruppen bei, beobachtet die Leute und fertig Listen über die Teilnehmer an. Das macht sie aber nicht nur aus persönlichem Interesse, sie studiert Psychologie und Mensch Computer Interaktion und für ihre Doktorarbeit hat sie es auf die Gruppe True Crime London abgesehen. Dort versuchen sie Mordfälle zu lösen. Doch diesmal hat Clementine ein eigenartiges Gefühl. Den Mörder, den sie jagen, wird der LOVER genannt. Seine Opfer sind immer auf die gleiche Weise ums Leben gekommen und sie wurden immer auf die gleiche Weise zurechtgemacht. Die Teilnehmer der True Crime London Gruppe sitzen teilweise sehr Nahe am Geschehen und liefern Fakten aus allererster Hand. Die Einstiegsbedingungen sind nicht einfach, sie muss vom Tatort Fotos und Details liefern. Doch wie soll sie dort hineinkommen?
Der Leiter der Ermittlungen ist Dominic Bell, seit fast 20 Jahren macht er diesen Job und es wird nicht einfacher. Und in diesem Fall läuft ihm die Zeit davon, der Mörder tötet in immer kürzeren Abständen. Nebenbei kämpft er noch mit internen Ermittlungen, sie sitzen ihm im Genick, weil der letzte Einsatz komplett schief ging und jetzt suchen sie einen Sündenbock. Alles in Allem keine guten Voraussetzungen um den Mörder zu finden. Und abgesehen davon, haben sie noch keine konkreten Hinweise in der Hand. Der nächste Mord wird nicht lange auf sich warten lassen.

 

Die Autorin hat es geschafft, in diesem Thriller, die virtuelle mit der realen Welt zu verknüpfen. Sie liefert eine hochgradig spannende Story ab, die durch die zwei unterschiedlichen Protagonisten eine konstante Spannung garantiert und nebenbei für einiges an Gänsehaut sorgt.

 

Über die Autorin:
Stephanie Marland hat zehn Jahre an der Universität gearbeitet und u.a. darüber geforscht, wie Menschen in einer virtuellen Umgebung online interagieren. Sie hat einen MA in Creative Writing an der City University London gemacht und ist außerdem eine bekannte Krimibloggerin.

Verlag: dtv 
Erscheinungsdatum: 31. August 2018
Taschenbuch, 432 Seiten
ISBN: 978-3-423-21749-1
UVP: €

 

Elisabeth Schlemmer

Büro-Effizienz

Rositta Beck
Büro-Effizienz

Die täglichen Fragen im Büroalltag: Wo ist was? Wo liegt dieser Ordner? Wo sind die Unterlagen für dieses Projekt?

Mit diesem Buch kann Abhilfe geschafft werden, in einfachen Schritten erklärt die Autorin, wie man ein System in den Büroalltag hineinbekommt. Der „Zeitaufwand“ mag anfangs etwas abschrecken, und teilweise etwas zu gering bemessen sein (in Anbetracht meines Büro viel zu wenig  😉 ) Aber es hat sich gelohnt, und das Ziel ist ein herrlich aufgeräumtes Büro und auch PC!!!
Denn dieses Buch befasst sich nicht nur mit den haptischen Sachen,  sondern auch mit dem Ordnungssystem im PC (E-Mail, Dateien usw.) Die Autorin gibt 10 Tage dafür vor. Man muss das Ganze aber versuchen zu integrieren bzw. abends, wenn weniger los ist, zu machen. Untertags ging es bei mir gar nicht. Aber ein paar Abende etwas länger bleiben, dann ist das möglich. Vor allem wenn man das Ziel vor Augen hat:  „Ordnung wohin das Auge schaut“. Und auch jetzt, Wochen später, hat sich das System immer noch bewährt. Mit wenigen Handgriffen (sollte mal keine Zeit sein) ist wieder alles zusammengeräumt, die E-Mails sortiert und die Ordner aktualisiert. Hier kann ich nur sagen, hat funktioniert!

Über die Autorin:
Rositta Beck spezialisiert sich mit ihrem Beratungs- und Weiterbildungsunternehmen auf Effizienz in der Büro- und Arbeitsorganisation. Seit 1999 zählen neben der Vor-Ort-Beratung auch Seminare, Arbeitsplatz-Coachings, Webinare und Vorträge zum Angebot, gewürzt mit einer Prise Humor.
www.denkvorgang.com und www.arbeitsplatz-coaching.de

Verlag: Junfermann Coaching fürs Leben 
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2017
208 Seiten, kartoniert
ISBN: 978-3-95571-683-7
UVP: € 18,-

Elisabeth Schlemmer

Am Abgrund des Himmels

Sue-Ellen Pashley
Am Abgrund des Himmels

Übersetzt aus dem australischen Englisch von Claudia Max

Grace wohnt mit ihrer Oma Lilie auf Bruny Island. Nach ihrer Abreise aus Sidney, versuchen sie hier ein halbwegs normales Leben zu führen. Doch die Vergangenheit schläft nicht.
Die Nachbarn von ihnen sind Vater und Sohn. Der Sohn Nick sieht nicht übel aus, aber Grace hat derzeit absolut keine Lust auf eine neuerliche Beziehung. Die Letzte steckt ihr noch in den Knochen und lässt sie vor Angst zittern.
Doch Nick ist hin und weg von Grace und setzt seinen ganzen Charme ein um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Als Grace in Gefahr gerät,  muss er seine wahre Identität offenbaren, er kann sie nicht sterben lassen. Doch das hat weit schweifende Konsequenzen.

Ich muss gestehen, ich „liebe“ diese Art von Geschichten. In meiner Jugend 😉 habe ich davon geträumt einen „nicht“ normalen Jungen kennenzulernen … wurde leider nichts daraus, aber die Liebe zu diesen Geschichten ist geblieben.

Über die Autorin:
Sue-Ellen Pashley packte schon früh die Leidenschaft für Bücher und das Geschichtenerzählen. Sie lebt in einer kleinen Gemeinde vor den Toren von Gladstone in Queensland mit ihren drei Kindern und ihrem Mann. Sie arbeitet als Sozialarbeiterin und als unbezahlte Taxifahrerin für ihre Kinder. Außerdem muss sie sich um diverse Haustiere kümmern. Und irgendwo zwischendrin versucht sie, die Zeit zu finden, um zu schreiben. Sue-Ellen Pashley ist Mitglied des „Queensland Writers Centre“, des „Romance Writers of Australia“ und der „Bundaberg Writers Group“. „Am Abgrund des Himmels“ ist ihr erster Roman.

Verlag: Gulliver
Erscheinungsdatum: 10. Juli 2017
Ab 14 Jahren
376 Seiten
ISBN: 978-3-407-74923-9
UVP: € 16,95

Elisabeth Schlemmer

Das Geheimnis des Winterhauses

Sarah Lark
Das Geheimnis des Winterhauses

Als Ellinor sich für ihre Cousine Karla testen lassen will, ob sie als Nierenspenderin infrage kommt, greift ihre Mutter vehement ein. Sie redet dagegen, wirft mit Floskeln um sich, bis sie endlich mit der Wahrheit herausrückt. Sie und ihre Cousine sind gar nicht blutsverwandt. Ihre Oma kommt dem Namen nach, irgendwo aus dem slawischen Raum her. Und Ellinor beschließt, der Spur zu folgen. Ihr Mann Gernot hält diese Sache für verrückt, dorthin zu reisen, um nach ihren richtigen Vorfahren zu suchen. Doch Ellinor muss es wissen, es liegt ihr am Herzen, und sie ahnt, dass mehr hinter dieser Geschichte steckt. Wie recht sie hat…

Eine großartige Familiengeschichte, die mit Liebe, Angst, Verrat, Flucht und vielem mehr gepickt ist. Sie führt durch ferne Länder, in die Vergangenheit und ist damit bestens geeignet für lange Winterabende, wenn der kalte Wind um die Häuser pfeift und man den nächsten Frühling kaum erwarten kann.

Über die Autorin:
Sarah Lark, geboren 1958, wurde mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen zur Bestsellerautorin, die auch ein großes internationales Lesepublikum erreicht. Nach ihren fulminanten Auswanderersagas überzeugt sie inzwischen auch mit mitreißenden Romanen über Liebe, Lebensträume und Familiengeheimnisse im Neuseeland der Gegenwart. Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin, die in Spanien lebt.

Verlag: Lübbe 
Erscheinungsdatum: 24. November 2017
Hardcover, 527 Seiten
ISBN: 978-3-431-04079-1
UVP: € 19,90

Elisabeth Schlemmer

Der Kaktus

Sarah Haywood
Der Kaktus
Wie Miss Green zu küssen lernte

Aus dem Englischen von Wibke Kuhn

Susan Green ist eine Frau, die ein geregeltes Leben führt. Ihr Job als Versicherungsmathematikerin passt perfekt zu ihr, Zahlen sind strukturiert und vorhersehbar.
Auch ihr Leben war bisher geregelt und vorhersehbar. Doch dann stirbt ihre Mutter, hinterlässt ein verrücktes Testament, sie wird mit fünfundvierzig schwanger, muss gegen ihren Bruder um ihr Erbe kämpfen und dann wäre da noch Rob. Ein Mann der ihren Gefühlshaushalt gehörig durcheinanderbringt. Richard, der Vater des Kindes, meint nun auch, er müsse ihr helfen und unterbreitet ihr einen Heiratsantrag. Das Chaos ist perfekt und Miss Green ist mitten drinnen.

Eine herrliche Geschichte, die für viele Überraschungen sorgt. Und für jeden strukturliebenden Menschen absolut nachvollziehbar ist, welches Gefühlschaos in Miss Green herrscht. Aber eines muss gesagt sein: Ordnung ist nur halb so befriedigend, wenn sie nicht auf Chaos folgt. 😉

Über die Autorin:
Sarah Haywood wurde in Birmingham geboren. Nach ihrem Jurastudium arbeitete sie in London und Birkenhead als Anwältin, in Toxteth als Beraterin, und in Manchester bearbeitete sie bei der Anwaltskammer Beschwerden über Anwälte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Liverpool. »Der Kaktus« ist Sarah Haywoods Debütroman

Verlag: Pendo
Erscheinungsdatum: 19. März 2018
Klappenbroschur, 400 Seiten
ISBN: 978-3-86612-443-1
UVP: € 15,50

Elisabeth Schlemmer

Der Limonaden Mann

Günther Thömmes
Der Limonaden Mann oder Die wundersame Geschichte eines Goldschmieds, der der Frau, die er liebte, das Leben retten wollte und dabei die Limonade erfand

Fürstentum Hessen-Kassel, 18. Jahrhundert.
Jacob Schweppeus, ein einfacher Bauernsohn, hat das Glück und kann mehr aus seinem Leben machen. Er bekommt eine Lehrstelle als Goldschmied in der Stadt. Mit Bravour leistet er seine Arbeit, legt viel Geschick und Fleiß an den Tag, doch er spürt, da muss noch mehr sein…sein Wissenshunger ist unermesslich.
Am Ende seiner Lehrzeit, die innere Unruhe wird immer größer, betritt Sie seinen Arbeitsplatz. Johanna Isabella Eleonore, Freiin von Poppy. Die Frau seines Lebens. Sie gibt ein Schmuckstück in Auftrag. Diese Arbeit bringt viel Geld ein, sodass sein Meister Wiskemann ihn eine zusätzliche Juwelierausbildung ermöglicht. Nach den Juwelen folgt das Interesse an Uhren. Jacob zieht von Kassel nach Genf. Aus Jacob Schweppeus wird Jacob Schweppe, der Limonaden Mann.

Die Geschichte hinter Jacob Schweppe ist hochinteressant, wie kommt ein Goldschmied zur Limonade? Sein Interesse an der Wissenschaft, sein Wissenshunger, seine Leidenschaft für Technik, bringt Jacob Schweppe immer voran, seine Interessensgebiete sind breit gefächert, seine Ansichten liberal, er sieht die Welt mit offenen Augen. Und genau das bringt ihm auch den Erfolg. Auch wenn er selbst fast in Vergessenheit geraten ist.

Über den Autor:
Der gelernte Brauer, studierte Braumeister und Buchautor Günther Thömmes stammt aus der Bierstadt Bitburg in der Eifel. Bierbesessen und weitgereist in Sachen Brauereien, hat er mittlerweile vier »Bierzauberer«-Romane über die Biergeschichte, sowie diverse Kurzkrimis und den Reiseführer »So braut Deutschland«, veröffentlicht. »Der Limonadenmann« ist nach »Der Papstkäufer« sein zweiter Ausflug außerhalb des Gerstensafts. Der Autor schreibt weiterhin für diverse Bierblogs und Fachmagazine. Von 2010 bis 2016 betrieb er mit der »Bierzauberei« ein Pionierprojekt der jungen wilden Craftbier-Szene, zuletzt als Wanderbrauer in Österreich, Deutschland, Ungarn und Brasilien. Günther Thömmes ist verheiratet und lebt mit Frau und Sohn in der Nähe von Wien.

Verlag: Gmeiner 
Erscheinungsdatum: September 2018
Klappenbroschur Premium, 280 Seiten
ISBN: 978-3-8392-2296-6
UVP: € 15,-

Elisabeth Schlemmer

Buch des Monats – Februar

Mein Buch des Monats:

Der Duft des Waldes 
von Hélène Gestern

Die vollständige Rezension findet ihr hier.

Dieses Buch ist nicht nur deswegen mein Buch des Monats, weil die Protagonistin den gleichen Vornamen hat, wie ich 😉
Nein, dieses Buch verbindet geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart. Was in vielen Fällen schief gehen kann, aber nicht hier.

Elisabeth ist eine Spezialistin für Postkarten und sie bekommt die einmalige Chance die Postkarten von Alban de Willecot, ein Frontsoldat aus dem 1. Weltkrieg, aufzuarbeiten. Dieser Mann hat fleißig mit dem berühmten Dichter Anatole Massis korrespondiert. Ihm auch immer wieder Fotos zum Entwickeln geschickt, von Porträtaufnahmen, vom Leben während des Krieges, aber auch von schlimmeren Szenen. Mittels einer Geheimschrift haben sie verhindert, dass die Postkarten von der Zensurabteilung abgefangen werden. Alban hat auch einer jungen Dame Namens Diane geschrieben. Ihr immer wieder mathematische Aufgaben gestellt, da diese junge Frau ein unheimliches Talent dafür besaß. Anfangs ist Diane für Elisabeths Recherchen nicht wichtig, sie sieht sie nur als Person am Rande. Doch dann findet sie ein Tagebuch von ihr und die Geschichte nimmt eine ganz andere Wendung.

In diesem Sinne, viel Spaß und Spannung beim Lesen,

wünscht Eure Elisabeth.