Henny Arland

Herbst 1928, Wien: als die „Königin von Wien“, Anna Sacher, die Direktorin des berühmten Hotel Sacher ein Schreiben einer jungen Berliner Journalistin erhält, die mit ihr Interviews führen möchte, beginnen ihre Gedanken zu kreisen. Auch ihre Freundinnen, Emilie Flöge und Helene Stein-Kleiner haben eine Anfrage erhalten. Und sie sind alle beunruhigt. Was steckt hinter dem Interesse der jungen Frau?
Ist es tatsächlich ihr Motiv, ein Porträt über den speziellen Typus Frau zu verfassen, den es zur Jahrhundertwende in Wien gab? Die drei älteren Damen haben das Gefühl, dass hier viel mehr dahintersteckt. Sie ahnen noch nicht, wie recht sie damit haben und was das Auftauchen des Berliner Fräuleins an unangenehmen Erinnerungen zu Tage bringt. Denn ein jahrelang zurückliegender Skandal ist das eigentliche Triebmittel der Journalistin, die damit den Namen ihrer Mutter reinwaschen möchte.
Damals wurde ein junges Mädchen Opfer von Männern, die dafür nie geradestehen mussten. Und so erkennen Anna Sacher und ihre Freundinnen bald, dass die Berliner Journalistin nicht ihre Feindin, sondern eine Verbündete ist, die nach Gerechtigkeit sucht. Mit ihrem gesellschaftlichen Einfluss versuchen die Königinnen von Wien nun, die Männer bezahlen zu lassen…
Ein toller Roman, angelehnt an das Leben der Anna Sacher und ein Aufruf zur Emanzipation, ist dieses Buch, das mich in die Bundeshauptstadt nach der Jahrhundertwende entführt hat. Spannend zu lesen und mit einem wichtigen Thema: Frauensolidarität und Gleichberechtigung! Eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir!
Details zum Buch:
2024
ISBN 978-3-423-28432-5
Bettina Armandola
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