Wien im Barock
Aufstieg zur Weltstadt
Barbara Dmytrasz, Friedrich Öhl

Das Buch zeichnet die Entwicklung Wiens im 17. und 18. Jahrhundert nach – vor allem in der Barockzeit. Die beiden Autoren Barbara Dmytrasz und Friedrich Öhl zeigen, wie aus der Hauptstadt der Habsburger nach der Befreiung von der Zweiten Türkenbelagerung 1683 eine prächtige Residenzstadt wurde.
Es entstanden bedeutende Prunkbauten wie die Karlskirche und das Schloss Schönbrunn. Ebenso zahlreiche Sommerpalais des Adels, allen voran das Belvedere von Prinz Eugen.
Kunst, Musik und Wissenschaft wurden durch die barocken Herrscher gefördert. All diese gesellschaftlichen und kulturellen Verflechtungen machten Wien zu einer Weltstadt.
Die Besonderheit war, dass man Architektur, Kunst und Musik mit dem Alltagsleben verknüpfte. Dadurch wurde die Rolle Wiens als Zentrum europäischer Kultur im Barock gezeigt. Barock wurde nicht nur als eine Architekturepoche dargestellt, sondern zeitgeschichtlich politisch, kulturell und sozial geformt und so in den Kontext Europas eingebettet.
Hofkultur und Machtpolitik trugen gemeinsam zur Entstehung des modernen Österreichs bei.
Dieses sehr interessante Buch wurde lebendig geschrieben und ist für alle, die Wiens barocke Glanzzeit verstehen und erleben möchten. Es ist ein fundiertes Werk zur Stadtgeschichte.
Schöne Bilder, Barocker Livestyle wienerisch sowie Aufbruch in die Moderne vervollständigen dieses Werk. Erwähnen möchte ich auch noch die Militärakademie, die aber in Wiener Neustadt errichtet wurde und im Zusammenhang mit den Akademiegründungen im Barock unbedingt zu nennen ist.
Dieses sehr interessante Werke sollte man unbedingt gelesen haben und als Nachschlagewerk in der Bibliothek aufbewahren.
Viel Freude beim Lesen.
Brigitte H. Schild
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