
Die Amerikanerin Sylvia Beach liebt Bücher über alles. Doch als die junge Frau nach Paris zieht, findet sie kaum englische Bücher. Angespornt von ihrer Freundin Adrienne Monnier und ihrem eigenen Eifer eröffnet sie kurzerhand selbst einen englischen Buchladen in Paris. Plätschert das Geschäft anfänglich noch dahin, werden die Kunden schließlich immer mehr. Sylvia lernt ihre Leserschaft mit der Zeit besser kennen, berät sie und findet für diese stets die passenden Werke. Zu ihrer Freude wird ihre Buchhandlung zu einem angesehenen Ort der Literatur, zu dem auch angesagte Autoren gerne kommen. Als das als „gefährlich“ eingestufte neue Werk „Olysses“ von James Joyce verboten wird, möchte Sylvia das Wagnis eingehen und es verlegen.
Der Roman „Die Buchhändlerin von Paris“ spielt im Paris der 1920er Jahre. Es handelt von zwei mutigen Frauen, die eine Liebesbeziehung miteinander eingehen. Zusätzlich sind sie Chefinnen ihrer eigenen kleinen, erfolgreichen Unternehmen. Das Werk von Kerri Maher liest sich leicht und flüssig. Dass Spannung oder die große Überraschung fehlen, stört nicht. Die Charaktere sind sympathisch und gut beschrieben. Die Zeit der 20er Jahre in einer Stadt des Aufbruchs ist interessant und gefällt mir. Noch besser gefällt mir jedoch die ausdrucksvolle Beschreibung der Leidenschaft zu Büchern der Protagonisten.
Schließlich möchte ich festhalten, dass ich den Roman über die zwei jungen Frauen Sylvia und Adrienne als sehr lesenswert erachte.
Über die Autorin:
Kerri Maher studierte an der Columbia University und gründete die preisgekrönte Literaturzeitschrift YARN. Sie war viele Jahre Professorin für Creative Writing. Heute lebt sie mit Tochter und Hund in einem grünen Vorort westlich von Boston und widmet sich ganz der Schriftstellerei.
Details zum Buch:
Insel-Verlag
Broschur, 390 Seiten
ISBN: 978-3-458-68343-8
Originaltitel: The Paris Bookseller
Aus dem Amerikanischen Englisch von Claudia Feldmann
Eure Sonja
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