Die ideale Frau

Eleanor Janega

Wer hätte gedacht, dass unsere Vorstellungen von Weiblichkeit bereits im Mittelalter entstanden sind? Schon damals wurden Frauen nach den härtestmöglichen Standards bewertet und das gesellschaftliche Verlangen, sie zu unterjochen, ist bis heute präsent. Das Bild, das Männer von der idealen Frau zeichneten, hat sich nicht grundlegend geändert.

Auch heute gilt für das weibliche Geschlecht ein anderer Maßstab als für Männer. Insbesondere der Gedanke, dass Frauen Schönheit verkörpern sollen, scheint noch immer weitverbreitet. Dabei ist allerdings auf das richtige Maß an Schönheit zu achten, denn sonst lenken sie die Männer zu sehr von den erhabenen Themen der Politik und Religion ab. Das Selbstverständnis, dass die Frau als Mutter alleine für die Kinder zuständig ist, sie trotzdem arbeitet- im Mittelalter waren es meist Kleinbäuerinnen, die Landarbeit neben ihrer Heimarbeit verrichteten- all diese Ansichten gibt es schon seit Jahrhunderten…

Die Autorin, Dozentin für mittelalterliche und frühneuzeitliche Geschichte, beschreibt, wie mittelalterliche Vorstellungen von Weiblichkeit entstanden sind und woran es liegt, dass diese Ideen noch immer so wirksam sind. Sie stellt den männlichen Theorien reale Frauen gegenüber, die unter anderem als Kunsthandwerkerinnen, Bierbrauerinnen oder Künstlerinnen arbeiteten.

Dieses Buch öffnet den Leser:innen die Augen über die Entstehung des Frauenbildes und seine Wirksamkeit bis heute und zeigt, wie wichtig es ist, sich dessen gewahr zu sein und neue weibliche Lebensentwürfe ins kollektive Bewusstsein zu integrieren!

Details zum Buch:

Deutschsprachige Ausgabe 2023

Propyläen bei Ullstein Buchverlage

ISBN 978-3-549-10072-1

Bettina Armandola

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