LAOTSE

LAOTSE

Tao te king

Verlag Anaconda

Das Hardcover dieses Buches gefällt mir sehr gut. Es wurde aus dem Chinesischen von Richard Wilhelm übersetzt und erläutert.

Die Aufteilung des Werkes besteht aus einem ersten und einem zweiten Teil. Im ersten Teil finden wir über den Sinn und in zweiten Teil über das Leben die verschiedensten Weisheiten. Jede einzelne davon ist mit einer Zahl versehen und man kann sich immer die jeweiligen wunderbar heraussuchen.

Ein Beispiel aus dem Teil „Sinn“ möchte ich gerne wiedergeben: Unterschiede des Wesens –

Wer andre kennt, ist klug, wer sich selber kennt, ist weise. Wer andere besiegt, hat Kraft, wer sich selber besiegt ist stark. Wer sich durchsetzt, hat Willen, wer sich genügen lässt, ist reich. Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer. Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.

Deren Weisheiten zum Thema Sinn gibt es 37.

Ein Beispiel aus dem Teil „Leben“: Entfaltung des Wesentlichen –

Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr. Tüchtigkeit überredet nicht, Überredung ist nicht tüchtig. Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte ist nicht weise. Der Berufene häuft keinen Besitz auf. Je mehr er für andere tut, desto mehr besitzt er. Je mehr er anderen gibt, desto mehr hat er. Des Himmels Sinn ist segnen, ohne zu schaden. Des Berufenen Sinn ist wirken, ohne zu streiten.

Zum Teil Leben findet man 81 Zitate.

Laotse war ein Zeitgenosse des berühmten Konfuzius und schrieb vor 2500 Jahren. Er gilt als Begründer des Taoismus. Seine Weisheitslehre ist das bedeutendste literarische Zeugnis des alten China. Das Buch von Sinn und Leben zeigt den Weg zu einem sinnerfüllten Dasein in Frieden und Demut, das sich selbst kontrolliert und Nachsicht gegenüber den Mitmenschen übt. Die klassische Übertragung von Richard Wilhelm wurde von ihm selbst ausführlich kommentiert. Diese waren für mich sehr wichtig, um so vieles zu verstehen und man findet diese im Kapitel Erklärungen ziemlich am Ende des Werkes.

Dies ist ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann.

Brigitte H. Schild

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