Liebe ist schön, von einfach war nie dir Rede
Zelten? Was hat sich Großtante Lisbeth denn dabei gedacht? Nach ihrem Tod im gesegneten Alter von 92 Jahren macht diese den Zelturlaub zur Bedingung für ein stattliches Erbe. Evi, getrennt, alleinerziehend und gestresst, nimmt die Herausforderung schließlich an. Sie packt ihre Sachen und fährt mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Helena auf einen Campingplatz nach Rügen.
Doch Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander. Das Wetter ist schlecht, die Ausrüstung fehlerhaft, die Leute seltsam, die Tochter mies gelaunt. Aber da gibt es diesen attraktiven alleinstehenden Familienvater, einen ungebetenen nächtlichen Besucher, den amüsanten Chakra-Klub und die sehr netten Besitzer des Campingplatzes. Evi bleibt, und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Der Roman war so amüsant zu lesen. Allein die ersten Erlebnisse von Evi am Waschplatz am Campingplatz haben mich an meine Erlebnisse von damals erinnert. Dazu noch ihre pubertierende Tochter und die netten hilfsbereiten Menschen am Campingplatz machen ihren Aufenthalt zu einer unterhaltsamen Lesevergnügen. Auch dass sie so manches Fettnäpfchen nicht auslässt, macht sie einfach sympathischer. Fast spürt man schon den Sand unter den Füßen und den Wind in den Haaren, wenn man diesen Roman liest.
Über die Autorin:
Sandra Poppe, geboren 1975, lebt mit ihrer Familie in Bonn. Nach dem Geschichtsstudium arbeitet sie heute bei einer NGO, die sich der fairen Mode verschrieben hat. Wenn sie nicht an ihrem nächsten Roman sitzt, arbeitet sie gerne mit den Händen: nähen, Gartenarbeit oder kochen.
Details zum Buch:
Taschenbuch, 349 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18855-0
Lübbe Verlag
Christina Burget

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