Mörderisches Venedig

mörderisches VenedigGerhard Tötschinger

Mörderisches Venedig

Die dunkle Seite der Serenissima

In und um Venedig wurde seit der Gründung der Stadt gekämpft und gemordet. Der erste frei gewählte Doge Orso Ipato ist eines gewaltsamen Todes gestorben, seinem Sohn und Nachfolger erging es kaum besser – er wurde vertrieben und geblendet. Das Dogenamt war höchste Ehre – und bedeutete oft höchste Lebensgefahr. Man konnte im Kampf fallen, geköpft werden, manchmal ging es auch gut aus. Der hingerichtete Doge Marino Falier wurde immerhin durch Literatur, Oper und ein Bild berühmt – durch Byron, Donizetti und Delacroix.
Doch nicht nur als Doge war man in der Serenissima in Gefahr. Auch als Geistlicher, Wissenschaftler, Industrieller war man seines Lebens nicht immer sicher. Und wer durch die beiden Säulen an der Piazzetta geht, fra Marco e Todoro, ist selbst schuld – denn das bringt angeblich den Tod.

Wer schon einmal durch die Gassen Venedigs gewandert ist, bewundert sicherlich nicht nur die Bauwerke, sondern kann sich gut vorstellen, dass hier die eine oder andere kriminelle Handlung passiert ist. Gerhard Tötschinger, der einige Zeit in Venedig gelebt hat, hat die Geschichten über diese Vorfälle gesammelt und aufbereitet. Diese waren nicht nur aus dem letzten Jahrhundert, sondern liegen oft sehr viel länger zurück. Sie erzählen damit auch ein Geschichte Venedigs. Bilder und Illustrationen unterstreichen noch den Inhalt der Berichte, denn dieser ist manchmal recht blutrünstig, manchmal aber auch recht schaurig.

Über den Autor:
Gerhard Tötschinger wurde 1946 in Wien geboren. Der Theaterberuf hat ihn immer wieder nach Italien gebracht – Neapel, Rom, Triest u.a. In Umbrien war er jahrelang Direttore artistico des Festivals Arteuropa in Todi. Drei Jahre lang pendelte er zwischen seinen Wohnorten Wien, Zürich und Venedig. Er lebt nun in Wien und in Baden bei Wien und pflegt die venezianischen Erinnerungen. Bei Amalthea zuletzt erschienen: „Venedig für Fortgeschrittene“ (2009), „Venezianische Kurzgeschichten“(2009), „Viva l Italia“ (2012) und „Die Donau“ (2013).

Details zum Buch:
gebunden Ausgabe: 216 Seiten
ISBN: 978-3-85002-882-0
Verlag Amalthea

Christina Burget

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