Der Traum vom Goldenen Berg
Im Jahr 2004 reist Amy von Vancouver nach China und begibt sich auf die Spuren ihrer Familie. Schon ihr Urgroßvater versuchte sein Glück am „Goldenen Berg“, wie die Einheimischen das ferne Vancouver nannten und arbeitete beim Eisenbahnbau mit, während die Frauen der Auswanderer zurückblieben und auf die Dollarbriefe warteten, die ihre Ehemänner ihnen schickten.
Oft kehrten die Männer jahrzehntelang nicht mehr in die Heimat zurück und konnten es sich meist auch nicht leisten, ihre Frauen nachzuholen. In der Familie Fong reisen auch die Söhne ihres Großvaters Tak Fat nach Kanada, um dort den Lebensunterhalt für ihre Familie zu verdienen. Doch das Leben am Goldenen Berg ist hart, die Chinesen werden als Kulis ausgebeutet und diskriminiert.
Vom Jahr 1872 bis 2004 umspannt dieser Roman eine Familiengeschichte im fernen China und in Kanada, gezeichnet von Krieg und Revolution und mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, das doch immer wieder zunichte gemacht wird.
Es ist ein faszinierendes Porträt, nicht nur der Familie Fong, sonder von ganz China in einem Zeitraum von über 130 Jahren, das dem Leser eine Kultur näherbringt, über die man auch heutzutage nicht allzu viel weiß. Mich hat dieser Roman von der ersten der fast 700 bis zur letzten Seite begeistert!
Über die Autorin:
Zhang Ling wurde 1917 in Hangzhou, China, geboren und wanderte 1986 nach Kanada aus, wo sie Literatur und Audiologie studierte. Sie erhielt bereits zahlreiche Literaturpreise.
Details zum Buch:
Aus dem Chinesischen von Marc Hermann
Erste Auflage 2014
ISBN 978-3-89561-9
Bettina Armandola
