Versunkene Gräber
gelesen von Max Hopp
Verschollene Briefe, eine alte Familiengruft und ein grausames Verbrechen
Einige Jahre sind vergangen, seit Anwalt Joachim Vernau den Drahtziehern eines Mordkomplotts das Handwerk gelegt hat. Auch die gemeinsame Kanzlei mit seiner Ex-Partnerin Marie-Luise ist längst Geschichte. Bis ihn ein Hilferuf aus Polen erreicht: Jazek, der gemeinsame Freund aus längst vergangen Tagen und durchzechten Nächten, sitzt mit einer Mordanklage im Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Vernau ist entschlossen, Jazek zu helfen, und reist nach Polen. Versunkene Gräber auf einem alten Friedhof sind die erste Spur. Verlorene Briefe und vergessenes Leid ziehen Vernau immer weiter hinein in den Strudel der Ereignisse des Jahres 1945. Flucht und Vertreibung, Ende und Neuanfang – damals kreuzten sich die Schicksale von Tätern und Opfern, und Entsetzliches geschah. Doch erst Generationen später steigt das Grauen noch einmal aus dem Grab, und wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben.
Diesmal geht der Fall zurück bis in den zweiten Weltkrieg. Auch wenn mittlerweile Jahrzehnte vergangen sind, haben viele mit den Nachwirkungen dieser Zeit zu kämpfen, denn Vertreibung, Verrat und Enteignung vergisst man nicht. Ganz fein ist das Spinnennetz, das sich bis in die Gegenwart zieht. Vernau, der zur Hilfe gerufen wurde, tappt lange Zeit im Dunkeln, bis er erkennt, worum es geht. Auf seine Ex-Partnerin kann er nicht zurück greifen, denn die ist in diesem Fall verwickelt. Die polnische Anwältin möchte mit ihm nicht zusammenarbeiten und blockt ab. Erst im Verlauf der Nachforschungen sehen sie, dass sie nur miteinander den Fall lösen können. Wie schon bei Vernaus früheren Fällen ist auch seine Mutter und ihre Freundin mit dabei, was Vernau aber eigentlich gar nicht gefällt. Bei der Lösung des Falles ging es dann nochmals ordentlich rund. Das Ende des Romans war mir aber dann für alle Beteiligten etwas zu schön um wahr zu sein.
Über die Autorin:
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman „Das Kindermädchen“ ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.
Max Hopp, geboren 1972 in Berlin, begann seine Karriere bereits als Kind in der Serie „Ferienheim Bergkristall“. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch folgten Theaterengagements in Bremen, Hamburg, Salzburg, München, Zürich und Berlin. Zu seinem Repertoire zählten Rollen wie Franz Biberkopf, Woyzeck oder Prometheus. Die Körber Stiftung zeichnete ihn im Jahr 2000 mit dem Boy-Gobert-Preis als bester Nachwuchsschauspieler aus. Max Hopp machte sich ebenso in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen einen Namen. Bekannt wurde er durch die Rolle des Mark Dononelli in der ZDF-Serie „Doktor Martin“ und als Kommissar Müller in der Krimireihe „Bella Block“. Im Jahr 2013 stand er u. a. für die TV-Produktionen „Spiegelaffäre“ und „Bornholmer Straße“ vor der Kamera. Seit einigen Jahren begeistert er das Publikum mit seiner Interpretation des Leopold im „Weißen Rößl“ an der Komischen Oper Berlin.
Details zum Hörbuch:
ungekürzte Lesung
2 MP3-CDs, Laufzeit: ca. 14 Stunden
ISBN: 978-3-8445-1340-0
Verlag: der Hörverlag
Christina Burget
