Gott bewahre

Gott bewahreJohn Niven

Gott bewahre

Gott ist sauer: Da gönnt er sich eine Woche Angelurlaub und schon bricht auf der Erde Chaos aus. Da ein himmlischer Tag 57 Erdenjahren entspricht, hat sich in der Zwischenzeit einiges geändert und das durchaus nicht zum Besten. Kriege, Umweltverschmutzung, religiöser Fanatismus stürzen die Menschheit ins Unglück.

Also beschließt Gott, dass sein Sohn nochmal auf die Erde zurückkehren muss, um die Menschen von ihrem blindwütigen Hass auf alles Fremdartige und ihrem falsch ausgelegten Glauben zu kurieren. Denn Gott ist ein entspannter Typ, der mit seinem Sohn, den Aposteln und den Verstorbenen wilde Partys feiert und auch Alkohol und Joints nicht abgeneigt ist und seine einzige Maxime lautet „Seid lieb!“.

JC begibt sich also wieder auf die Erde und versucht als Teilnehmer einer Castingshow, die amerikanischen Bürger zu erreichen. Als er mit seiner Musik und mit Unterstützung seiner Freunde, die obdachlos, alkoholkrank oder anderweitig am Leben gescheitert sind, das Halbfinale erreicht, sieht er den Zeitpunkt gekommen, seine Botschaft loszulassen…

Die erste Hälfte des Buches hat sehr viel Witz und das Engagement gegen Schwulenhasser und Selbstgerechte kommt mit viel Ironie rüber. Im zweiten Teil wurde das Buch doch um einiges ernster und hat mich nicht mehr ganz so oft zum Grinsen gebracht. Trotzdem: ein respektloses Buch, das aber den wirklich wichtigen Werten im Leben respektvoll gegenübersteht und mir in vielen Passagen über selbsternannte Prediger „im Namen des Herren“ aus dem Herzen spricht!

Über den Autor:

John Niven war Manager einer Plattenfirma, bevor er sich dem Schreiben widmete. Er verfasst nicht nur Romane, sondern auch Drehbücher und lebt in der Nähe von London.

Details zum Buch:

Deutsche Taschenbuchausgabe 12/ 2012

Wilhelm Heyne Verlag

ISBN 978-3-453-67633-6

 

Bettina Armandola

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