Rückkehr zur Menschlichkeit

Rückkehr zur MenschlichkeitDalai Lama

Rückkehr zur Menschlichkeit

Neue Werte in einer globalisierten Welt

Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Terrorismus, Finanzkrise – wir sind weit davon entfernt, glücklich zu sein. Die Weltgemeinschaft steht vor enormen Problemen, und obwohl wir näher zusammengerückt sind als jemals zuvor, scheinen wir sie nicht meistern zu können. Denn erst wenn ein neues Wertesystem gefunden ist, auf das sich alle Völker und Religionen dieser Erde einigen können, werden wir friedliche und erfolgreiche Lösungen finden. Der Dalai Lama entwirft ein Wertesystem, das über alle Religionen hinweg funktioniert und sich nicht nur auf gesellschaftlicher Ebene, sondern auch von jedem von uns im Alltag umsetzen lässt.

Der Autor teilt das Buch in 2 Teile:  Eine neue säkulare Ethik und  Schulung des Herzens durch geistiges Training. Hatte ich zu Beginn mit dem Kapitel „Den Säkularismus neu durchdenken“ noch etwas  Probleme, war ich jedoch bereits beim 2. Kapitel „Unser gemeinsames Menschsein“ voll gefangen. Die Gedanken zum Mitgefühl zeigten meinem Empfinden nach, was den Dalai Lama ausmacht. Auch die ethischen Aspekte im 2. Teil sind beeindruckend. Am Ende des Buches gibt es noch eine genaue Anleitung zu einer gelungenen Meditation.

Ich möchte gar nicht mehr weiter in die Details gehen, sondern das Buch jedem ans Herz legen. Mich persönlich hat das Buch gefesselt und ich kann nun die Begeisterung, die der Dalai Lama auslöst verstehen. Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen.

Über den Autor:

Der XIV. Dalai Lama ist das politische und religiöse Oberhaupt der TibeterInnen, versteht sich als Mönch und Politiker zugleich. Er gilt als Wiedergeburt Tschenresis, des Buddhas des Erbarmens, der gleichzeitig der Schutzpatron Tibets ist. Tschenresi hat auf seine eigene Erlösung und den Eingang ins Nirwana verzichtet und wird solange wiedergeboren, bis alle Menschen erlöst sind. Geboren am 6. Juli 1935 im Nordosten Tibets, wurde im Alter von 2 Jahren als die Wiedergeburt seines Vorgängers, des 13. Dalai Lama erkannt. Als im Sommer 1949 die chinesische Volksbefreiungsarmee mit der Eroberung Tibets begann, wurde dem damals erst 15-jährigen Dalai Lama im November 1950 die Herrschaft über Tibet übertragen. Als sich das tibetische Volk am 10. März 1959 in einem Volksaufstand gegen die chinesischen Besatzer erhob und dieses letzte Aufbäumen bis zum Herbst 1960 rund 90.000 Tibetern das Leben kostete, sah sich der Dalai Lama gezwungen, über den Himalaya nach Indien zu fliehen. In seinem Exil in Dharamsala (Indien) hat der Dalai Lama eine demokratische Regierung aufgebaut und versucht, das Leid der Tibeter innerhalb und ausserhalb Tibets zu mindern sowie internationale Unterstützung für die Sache Tibets zu gewinnen. Für seinen unermüdlichen Einsatz mit gewaltlosen Mitteln und durch Dialog eine Lösung für das Tibetproblem zu finden, erhielt er 1989 den Friedensnobelpreis (Nobelpreis-Rede von 1989). Trotz vieler Versuche des Dalai Lama, mit den Chinesen einen Dialog zu starten, fanden bisher keine direkten Gespräche statt.

Details zum Buch:

Verlag Lübbe

Erschienen November 2011

Gebundene Ausgabe, 224 Seiten

ISBN 978-3785724415

€ 18,00

Eva Maria Grill

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