Aufstieg und Fall der Zentralbanken

ZentralbankenMohamed A. El-Erian behandelt in seinem neuen Buch die Chancen und Gefahren der Zentralbankpolitik. Dachte man früher die Zentralbanken sind die Lösung, damit es zu keiner Weltwirtschaftskrise mehr kommt, so ist man seit 10 Jahren einer anderen Meinung. Die Zentralbanken werden daher in ihrer Macht eingeschränkt, die Staaten geben Grenzen vor. Es ist ihnen nämlich bisher nicht gelungen die Wohlstandsunterschiede der Staaten auszugleichen, die hohen Schuldenquoten zu minimieren und die Armut zu senken. Folglich: Andere Ideen müssen her.
Der erfahrene Wirtschafter erklärt einleuchtend und informativ, wie Zentralbanken funktionieren. Er schreibt über die Herausforderungen und Probleme der Zentralbanken, nimmt auch andere in die Verantwortung und analysiert Zukunftsszenarien.
Das Werk finde ich sehr interessant und durch den erzählenden Stil und kurzen Kapiteln angenehm zu lesen. Man gewinnt neue Erkenntnisse und wünscht sich mehr PolitikerInnen würden sich die erwähnten, möglichen Handlungsoptionen zu Gemüte führen, denn schließlich hat die Weltwirtschaft Auswirkungen auf uns alle.

Über den Autor:
Mohamed El-Erian ist Vorstandsvorsitzender von Pimco, einer der weltweit größten Investmentgesellschaften. Zuvor war er jahrelang Aufsichtsratsvorsitzender der Harvard Management Company, die das 35 Milliarden US-Dollar umfassende Vermögen der Universität Harvard verwaltet. El-Erian ist in den USA einem breiten Publikum bekannt, vor allem durch seine zahlreichen Auftritte bei den Wirtschaftnachrichtensendern Bloomberg und CNBC sowie wegen der Berichterstattung zu seiner Person in der New York Times und im Wall Street Journal.

Details zum Buch:
Finanzbuch Verlag
Hardcover, 304 Seiten
ISBN: 978-3-89879-891-4

Eure Sonja Stummer